Das WHO-
Regionalbüro in Europa

wertet Lärmbelastung als umweltbedingte Gesundheitsgefahr "wie Luftverschmutzung und toxische Chemikalien".

Hamburger Abendblatt 30.4.2010

Todesursache Lärm

Bis zu drei Prozent aller tödlichen Herzanfälle gehen auf das Konto von andauernder Belastung durch Verkehrslärm.

Lärm verusacht ab einer gewissen Intensität Herzkrankheiten.
Dazu zählen beispielsweise Durchblutungsstörungen der Herzarterien, Angina pectoris, Herzinfarkt oder Koronarthrombose. Doch eine Dauerbeschallung schadet nicht nur dem Herzen. Auch Schlafstörungen sind eine typische Folgeerscheinung, ebenso Hörschäden wie Schwerhörigkeit oder Tinnitus.

Lärm schadet schulischen Leistungen.
Die Nebenwirkungen eines andauernden Geräuschpegels bekommen auch Kinder zu spüren.
Lärmbelastete Schüler haben mit dem Lernen größere Probleme als ihre Mitschüler in ruhigerer Umgebung. Eine schwedische Untersuchung in München zeigte bereits, dass sich das Langzeitgedächtnis von Kindern in der Umgebung des Flughafens Riem nach dessen Schließung um 25 Prozent gebessert hat. Im gleichen Umfang verschlechterte sich die Gedächnisleistung der Schüler in der Nähe des neuen Münchner Flughafens seit seiner Eröffnung.

Als Schwelle für mögliche Hörschäden gilt in der Medizin eine Lärmbelastung von 85 Dezibel.
Die Schmerzgrenze liegt bei 120 bis 130 Dezibel – das entspricht in etwa dem Krach eines in 100 Metern Entfernung startenden Düsenjets. In Wohnungen herrschen typischerweise 40 bis 50 Dezibel, in Büros bis zu 65 Dezibel. Im Straßenverkehr werden schnell 85 Dezibel erreicht.

Textauszug aus dem Fokus-Artikel "Todesursache Lärm", 5. 8. 2009.

WHO-Studie 2009: Noise and Health

Lärmwirkungen auf den Menschen: Lärmindizes der Europäischen Union

Quelle: Bundesamt für Umwelt/Schweiz Lärmvergleich "Übermässiger Lärm ist gesundheitsgefährdend, mindert die Standortqualität der betroffenen Gebiete und verursacht hohe volkswirtschaftliche Kosten."